Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, mit seinem ‘Friedensrat’ einen Gegenentwurf zu den Vereinten Nationen etablieren zu wollen. Anstatt die UNO zu reformieren. ‘Was passiert? Präsident Trump schlägt vor, eine neue UNO zu schaffen, bei der er allein der Herr ist’, sagte Lula am Freitag (Ortszeit) bei einer Veranstaltung im nordostbrasilianischen Salvador. Die UN-Charta werde ‘zerrissen’. Der brasilianische Präsident betonte, dass er in der internationalen Diplomatie den Multilateralismus dem ‘Gesetz des Dschungels’ vorziehe. Am Tag zuvor hatte Lula mit Chinas Staatschef Xi Jinping telefoniert. Dieser hatte ihn aufgerufen, ‘die zentrale Rolle’ der UNO in den internationalen Beziehungen zu verteidigen. Lula hob am Freitag hervor, dass sein Land bereits seit 2003 eine Reform der UNO fordere, durch die unter anderem Staaten aus Lateinamerika und Afrika dauerhaft in den UN-Sicherheitsrat aufgenommen werden. Der brasilianische Präsident betonte außerdem, dass er diese Woche ‘mit allen Ländern der Welt telefonierend’ verbracht habe, um für das multilaterale System zu werben. Demnach führte er unter anderem Telefonate mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin, dem indischen Regierungschef Narendra Modi und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum.




